Schlafsituation
Ausreichender Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Entwicklung des Kindes. Das Schlafbedürfnis ist aber individuell verschieden, wobei das Alter nur ein geringer Anhaltspunkt ist. Es gibt zum Beispiel völlig gesunde Zweijährige, die nicht länger als 10 Stunden täglich schlafen. Das durchschnittliche Schlafbedürfnis beträgt allerdings bei ein- bis zweijährigen Kindern 13-15Stunden, bei zwei- bis dreijährigen 12-14 Stunden pro Tag.
Rhythmus
Jedes Kind hat einen eigenen Tagesrhythmus, der beachtet werden sollte. Wi
chtig ist, dass Sie als Eltern/Erziehungsberechtigte die Schlafbedürfnisse Ihres Kindes wahrnehmen. Kinder schlafen viel besser, wenn sie sich in Sicherheit fühlen. Die Zeit des Einschlafens sollte durch eine entspannte und liebevolle Atmosphäre geprägt sein, die dem Kind das Gefühl von Ruhe und Geborgenheit gibt. Bedenken Sie, wenn Sie selbst gehetzt und nervös sind, dauert das Einschlafen oft besonders lange, weil sich die innere Unruhe auf Ihr Kind überträgt.
Raum
Bedeutsam für das Sicherheitsgefühl gerade bei jüngeren Kindern ist auch die Gestaltung des Schlafraums. Durch Vorhänge, Himmel, Mobiles, Sterne etc. können Schlafbereiche zu behaglichen "Nestern" werden, in denen das Kind leichter als in einer schlafsaalähnlichen Atmosphäre zum Schlaf finden kann. Eine Raumtemperatur von etwa 18 Grad ist zum Schlafen gerade richtig. Dann genügt es, das Kind mit einer warmen Wolldecke oder einer leichten Daunendecke zuzudecken.
Lage
Die Lage des Kindes ist etwas umstritten, deshalb werde ich Ihnen ganz neutral die Vor- und Nachteile beider Lagen aufzählen. Die Vorteile der Bauchlage sind vielfältig: Es kommt nicht so leicht zu flachen Hinterköpfen, verkrümmten Wirbelsäulen oder runden Rücken; die Kinder atmen besser und heben früher und länger den Kopf; Erkältungen klingen schneller ab, da sich die Aussonderungen aus der Nase und Rachen besser lösen. Ausserdem ist bei unbeobachtetem Erbrechen die Erstickungsgefahr geringer. Eine ausschliessliche Bauchlage kann allerdings auch zu spezifischen Haltungsstörungen führen. Es kommt zu einer starken Ausdehnung beider Beine und Füsse. Eine weitere Gefahr ist eine mögliche Überstreckung des Rückens. Zudem wird heute die Bauchlage als bevorzugte Schlaflage für Säuglinge auch deshalb nicht mehr empfohlen, weil man festgestellt hat, dass der plötzliche Kindstod häufiger bei Säuglingen in der Bauchlage vorkam.
Dem plötzlichen Kindstod vorbeugen
- Legen Sie das Kind zum Schlafen auf den Rücken
- Sorgen Sie für eine rauchfreie Umgebung
- Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur nicht mehr als 18 Grad beträgt
- Binden Sie die Decke Ihres Kindes so fest, dass das Kind sie sich nicht über den Kopf ziehen kann
- Denken Sie daran, das Baby ganz am Fussende des Bettes schlafen zu legen
Text KKE
