Mami, ich will einen Hund!
Seit Wochen liegt Ihr Kind Ihnen mit der Bitte nach einem Haustier in den Ohren. Sie Träumen von einem grossen Hund oder einem Stall voller Kaninchen oder gar einem Pony? Auf Ihr verzerrtes Gesicht schauen die Kinder Sie mit Kulleraugen an, falls das nicht geht „dann bin ich auch mit einem Hamster zufrieden".
Früher oder Später kommt jedes Kind mit dem Wunsch ein eigenes Haustier zu haben nach Hause. Damit stellen Sie die Eltern vor eine nicht ganz so leichte Entscheidung. Sie möchten gerne dem Wunsch Ihres Kindes nachkommen, wissen aber nur zu gut, dass die Pflege eines Haustiers viel Aufwand benötigt. Seien Sie sich auch bewusst, dass ein Haustier nebst der Aufmerksam auch Futter braucht, je nach dem Dreck ins Haus bringt und je nach dem mehr Platz braucht. Ein Kind kann den Aufwand eines eigenen Haustiers nicht abschätzen. Es genügt nicht die Hauskatze nach Lust und Laune zu streicheln.
Grundsätzlich sind Haustiere ideale Spielpartner für Kinder. Haustiere sind nicht nur gut gegen di
e Langeweile, sondern beeinflussen die Kinder auch positiv in ihrer Entwicklung. Es hat sich herausgestellt, dass Kinder die mit Haustieren aufwachsen, weniger unter Einsamkeit oder Isolation leiden. Meistens bauen sie eine sehr enge Beziehung auf zu ihrem Haustier. Sie lernen nebst dem Tier selber auch mit Nähe und Distanz umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und sich zu beteiligen an der Arbeit die ein Haustier mit sich bringt. Die Kinder sind Wissensneugierig und werden die Eltern mit Fragen löchern, seien Sie darauf gefasst, dass Sie sich vielleicht ein Fachbuch zulegen müssen über Ihr Haustier. Gerade Kinder die in der Stadt leben und weniger Bezug haben zur Natur, ist ein Haustier geeignet. Nervöse oder unruhige Kinder werden nicht selten durch den Kontakt mit Haustieren ruhiger und ausgeglichener. Mit dem Hund einen Spaziergang zu machen, beruhigt Ihr Kind bestimmt mehr, als den Nachmittag apathisch vor dem Computer oder dem Fernseher zu vertrödeln.
Nicht zu vergessen ist, dass ein Haustier den Kindern nicht nur glückliche Momente beschert. Ein Tier kann plötzlich krank werden oder es stirbt. Kinder machen meist mit Haustieren die ersten Begegnungen mit dem Sterben und mit dem Tod. So traurig diese Erfahrung auch sein mag, umso lehrreicher ist sie für das Kind. Sie lernen Abschied zu nehmen, loszulassen und zu trauern, wenn Sie als Eltern Ihrem Kind genügend Unterstützung bieten. Seien Sie sich aber bewusst, dass Ihr Kind nicht nur die Unterstützung braucht, wenn das Haustier stirbt. Ein Kleinkind braucht bei der Haltung eines Haustiers grundsätzlich grosse Unterstützung. Wenn diese Unterstützung nicht gewährleistet ist, kann dies für Ihr Kind und für das Haustier zu einer unangenehmen Erfahrung werden.
Bevor Sie sich ein Haustier zulegen, sollten Sie folgende Fragen durchgehen:
- sind alle Familienmitglieder mit dem Haustier einverstanden?
- haben wir genügend Platz bei uns?
- ist genügend Zeit da für die Pflege des Tieres?
- ist es überhaupt gestattet, in Ihrer Wohnung ein Haustier zu haben?
- was kostet die Anschaffung und der Lebensunterhalt? (Untersuchungen, Impfungen etc.)
- wo kommt unser Haustier hin, wenn wir in den Urlaub fahren?
- ist jemand allergisch auf Tierhaare?
- ist die Bereitschaft da, mehr Kosten zu übernehmen, auf etwas anderes zu Verzichten?
Welches Tier soll es nun sein?
Nicht nur Ihr Kind hat eigene Bedürfnisse, sondern auch jedes Tier. Deshalb sollte
die Auswahl des Haustiers gut überlegt sein, denn nicht jedes Haustier eignet sich für Ihr Kind. Berücksichtigen Sie auch das Alter Ihres Kindes bei der Wahl des eigenen Haustiers. Am Besten lassen Sie sich an Ort und Stelle beraten.
Tipp
Vielleicht haben Sie die Möglichkeit in einem Tierheim mit Tieren in Kontakt zu kommen. Zum Beispiel besteht in einigen Tierheimen die Möglichkeit mit Hunden spazieren zu gehen.
Unter http://www.jolinchen.de/rd/media/haustiere.pdf können Sie selber einen Haustier-Check machen, welches Tier sich für Sie und Ihre Familie eignen könnte.
Text KKE
